Epidemiologische Projekte

Mykke Register

Hintergrund

Wie häufig ist die Myokarditis ? Wie ist der Verlauf und wie oft verursacht sie bleibende Schäden? Welche Kriterien sind entscheidend für die Diagnose einer Myokarditis? Wie sollte die Myokarditis behandelt werden?

Diese Fragen sind bislang ungeklärt. Das Register für Kinder und Jugendliche mit Myokarditis „Mykke“ soll helfen, diese Fragen zu beantworten.

In kaum einem anderen Bereich der kardiovaskulären Medizin sind bislang so wenige Fortschritte in der Diagnostik und Therapie erzielt worden wie bei der Myokarditis. Der Mangel an grundlegenden Informationen wie z.B. der diagnostischen Kriterien, Behandlung und der Prognose ist besonders frappierend bei kindlichen und jugendlichen Patienten. Dieses ist durch die im Vergleich zu anderen Herzerkrankungen relativ niedrige Inzidenz erklärbar.

Ziel

In einem deutschlandweiten Register sollen nun Inizidenz, Verlauf, Diagnostik und Therapie der Myokarditis systematisch erfasst werden. Das Register ist ein Multicenter-Projekt und nur durch die Teilnahme möglichst zahlreicher behandelnder Kliniken und Abteilungen erfolgreich. Seit der Initiierungsphase 2013 haben sich bereits 11 kinderkardiologische Zentren in Deutschland zusammengetan und Patienten in das Register eingeschlossen.

Das Register wird hinsichtlich Studiendesign und Aufbau der Infrastruktur (Logistik, Datenbank etc.) unterstützt durch das Kompetenznetz Angeborene Herzfehler (KNAHF), welches über eine jahrelange Erfahrung mit der Durchführung von Multicenter-Studien und Registern verfügt.

Es wird angestrebt, dass alle kinderkardiologischen Zentren, alle Kinderkliniken sowie alle niedergelassenen Kinderkardiologen in Deutschland sämtliche Patienten im Register melden, bei denen die Verdachtsdiagnose Myokarditis gestellt wurde und die zum Zeitpunkt der Diagnosestellung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Einschlusskriterien

1. Myokarditis muss zum Zeitpunkt des Einschlusses die führende Verdachtsdiagnose sein.

2. Die Patienten müssen zum Zeitpunkt des Einschlusses jünger als 18 Jahre sein.

3. Die Eltern bzw. die/der Erziehungsberechtigte(n) müssen ihre Einwilligung erklärt haben.

Dies bedeutet, dass Mykke keine festen Kriterien für die Diagnose der Myokarditis vorgibt. Vielmehr wird die Verdachtsdiagnose Myokarditis von den behandelnden Ärzten nach ihren Kriterien gestellt.

Eine wesentliche Aufgabe von Mykke wird es sein, anhand der erhobenen Daten herauszuarbeiten, welche Kriterien für die Diagnosestellung aus therapeutischer und prognostischer Sicht besonders sinnvoll sind.

Wie kann man teilnehmen?

Die Erfassung der Daten kann erfolgen:

» online mittels eCRF über die gesicherte KNAHF-Datenbank-Plattform (erfordert eine einmalige Registrierung beim KNAHF) oder

» papierbasiert und Sendung per Fax/Post an das KNAHF-Register Office (Erfassungsbögen inkl. Freiumschläge werden vom KNAHF zur Verfügung gestellt)

Die Online-Erfassung ist vor allem für Kliniken vorgesehen, die Patienten in größerem Umfang erfassen. Für niedergelassene Kollegen bietet sich die Papierversion an.

Genauere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Mykke Registers.

Ansprechpartner

PD Dr. med. Daniel Messroghli
Studienleiter/Wissenschaftliche Koordination

Deutsches Herzzentrum Berlin
Tel.: +49 30 4593-2871
E-Mail: dmessroghli(at)dhzb.de

PD Dr. med. Stephan Schubert
Studienleiter/Wissenschaftliche Koordination

Deutsches Herzzentrum Berlin
Tel.: +49 30 4593-2800
E-Mail: sschubert(at)dhzb.de

PD Dr. Thomas Pickardt
Projektträger/Management im Kompetenznetz Angeborene Herzfehler

Kompetenznetz Angeborene Herzfehler e. V.
Nationales Register für angeborene Herzfehler e. V.

Tel.: +49 30 4593-7279
E-Mail: pickardt(at)kompetenznetz-ahf.de

Manuela Bauer
Studienkoordination

Deutsches Herzzentrum Berlin
Tel.: +49 30 4593-2879
E-Mail: mabauer(at)dhzb.de