Fallot-Tetralogie
Zusammenfassung
Die Fallot-Tetralogie, benannt nach dem französischen Kardiologen Etienne Fallot, ist der häufigste zyanotische Herzfehler. Das Zusammenspiel der rechten Kammer mit dem Lungenkreislauf und die Belastungen beider Organe sind beispielhaft für komplexe Herzfehler.
Vor einer Operation besteht eine Sauerstoffminderversorgung, bedingt durch einen erschwerten und eingeschränkten Blutfluss durch die Lungenstrombahn. Das rechte Herz wird überlastet. Nach der Operation bleiben oft Veränderungen bestehen, die weiterhin zur Belastung des Herzens führen und die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Patienten beeinträchtigen. Bisher existiert keine sichere Methode zur Bestimmung der Belastungen und der Funktionsbeeinträchtigungen des rechten Herzens. Aussagekräftige Messwerte darüber sind jedoch wichtig für die Entscheidung über eine Form der Behandlung.
In mehreren Forschungsprojekten werden nichtinvasive bildgebende Methoden (MRT und Tissue-Doppler) zur Bestimmung der Funktion des rechten Herzens standardisiert. Gleichzeitig werden die Lastbedingungen quantitativ festgestellt und Erkenntnisse über das Zusammenwirken mit der Funktion der rechten Herzkammer ermittelt. Damit erhält man eine objektive Entscheidungsbasis über die geeignete Therapie. Erstmalig werden auch Nachuntersuchungen nach Operation standardisiert und im Register ausgewertet. So wird eine langfristige Evaluation der Behandlungsmethoden möglich.
Die Studien werden multizentrisch mit Partnern in vielen Kliniken Deutschlands durchgeführt, die Patienten mit angeborenen Herzfehlern betreuen. Alle Ergebnisse fließen in eine zentrale Datenbank und werden vernetzt ausgewertet. So lassen sich effektiver hochwertige Forschungsergebnisse gewinnen.

