Kompetenznetz

Vernetzte Forschung im Kompetenznetz Angeborene Herzfehler: Mehrwert für Patienten und Wissenschaftler

Jedes Jahr werden in Deutschland circa 6.000 Kinder mit einem Herzfehler geboren. Insgesamt leben deutschlandweit rund 200.000 – 300.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dieser Erkrankung. Die Patienten sind oft chronisch herzkrank und brauchen eine spezialisierte ärztliche Betreuung.

Im Kompetenznetz Angeborene Herzfehler arbeiten Ärzte und Wissenschaftler daran, die Defizite in Forschung und Versorgung dieses Krankheitsbildes zu beheben. Dazu kooperieren bundesweit Kliniken, Herzzentren, Rehazentren und niedergelassene Ärzte. "Wir schaffen eine leistungsfähige Forschungsstruktur für angeborene Herzfehler, die Patienten, Industrie und Politik nutzt und den Forschungsstandort Deutschland nachhaltig stärkt", so der Gründungssprecher Professor Lange. Das Kompetenznetz baut eine interdisziplinäre Forschungsstruktur auf, in der erstmalig multizentrische Studien zu angeborenen Herzfehlern durchgeführt werden. So lassen sich effizient qualitativ hochwertige Forschungsergebnisse gewinnen. Das soll die Versorgung der Patienten nachhaltig verbessern.

Seit August 2009 besteht das Kompetenznetz Angeborene Herzfehler als eingetragener wissenschaftlicher Verein und erfüllt damit die Voraussetzungen für eine unabhängige und nachhaltige Forschung. Gegründet wurde das Kompetenznetz von den drei großen wissenschaftlichen Fachgesellschaften der Herzmedizin – der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK), der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG).

Das Kompetenznetz wird seit 2015 vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) als assoziierter Partner gefördert. Schirmherrin ist Friede Springer.

Mit der Schaffung des Kompetenznetzes wurden vielschichtige horizontale und vertikale Netzwerkstrukturen aufgebaut, in welche die maßgeblichen Ebenen der Forschung, medizinischen Breitenversorgung, der Betroffenen und der Öffentlichkeit integriert sind.