News

Kompetenznetz Angeborene Herzfehler: Wissenschaftler blicken motiviert in die Zukunft


Am 21. und 22. November 2014 lud das Kompetenznetz Angeborene Herzfehler e. V. (KNAHF) zur Mitgliederversammlung, zur Sitzung des Lenkungsausschusses sowie zur Mitgliederversammlung des Nationalen Registers für angeborene Herzfehler e. V. nach Berlin ein. Auf der Tagesordnung standen am Freitag unter anderem die Neuwahlen für den Posten des KNAHF-Vorstandsvorsitzenden/Netzwerksprechers
und für den Lenkungsausschuss.

Der Samstag stand im Zeichen der Forschung: In einem wissenschaftlichen Symposium unter der Leitung von Deniz Kececioglu (Bad Oeynhausen) und Helmut Baumgartner (Münster) diskutierten die Mitglieder des KNAHF, der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V. (TMF) und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) gemeinsam über die Ausrichtung der zukünftigen Forschung im Bereich der angeborenen Herzfehler.

Die Vertreterin des Projektträgers Gesundheitsforschung im DLR, Elisabeth Falkenstein, blickte auf die intensive und angenehme Zusammenarbeit mit dem KNAHF in den zwölf Jahren der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zurück. Sie unterstrich die gemeinsam gemeisterten Anstrengungen und wünschte für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Die TMF, vertreten durch ihren Geschäftsführer Sebastian Semmler, sowie das DZHK als zukünftiger Förderer des Kompetenznetzes, vertreten durch Geschäftsführer Joachim Krebser, nutzten die Gelegenheit, um sich vorzustellen und Perspektiven der künftigen Zusammenarbeit aufzuzeigen.

Im Rahmen verschiedener Vorträge analysierten Mitglieder des KNAHF aktuelle Themen und zukünftige Trends der Forschung zu angeborenen Herzfehlern im Bereich der Genetik (Sabine Klaassen, Berlin), der Kinderkardiologie (Hashim Abdul-Khaliq, Homburg, Vorstandsvorsitzender und Sprecher), der Kardiologie bei Erwachsenen Herzfehler-Patienten (Gerhard-Paul Diller, Münster) sowie der Herzchirurgie (Christian Schlensak, Tübingen). Den Betroffenen mit ihren Erwartungen an die Forschung gab abschließend Hermine Nock als Vertreterin des Aktionsbündnisses Angeborene Herzfehler
eine Stimme.

Als zentrales Thema wurde die Bedeutung sowohl der multizentrischen als auch der interdisziplinären Vernetzung hervorgehoben, welche sich auch in der Zusammenstellung der Vorträge wiederfand. Das Symposium bot so ein Forum für einen fruchtbaren Austausch aller Beteiligten, der eine hohe Motivation zur weiteren Kooperation über Fach- und Ländergrenzen hinweg erkennen ließ.

Mit der Zusage der Weiterförderung durch das DZHK ist das KNAHF nun in der Lage, auch in den kommenden Jahren die Forschung zum Wohle kleiner und großer Patienten mit angeborenen Herzfehlern voranzutreiben und damit auf eine optimierte Versorgung im Bereich der angeborenen Herzfehler hinzuwirken.