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MHH würdigt Pionier der Kinderkardiologie

Er gehört zu den „Vätern“ der Kinderkardiologie in Deutschland und leitete 22 Jahre lang – von 1974 bis 1996 – die Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Professor Dr. Hans Carlo Kallfelz. Kürzlich feierte er seinen 80. Geburtstag. Die MHH würdigte die Verdienste dieses Pioniers der Kinderkardiologie nun mit einem Symposium, zu dem Ende Februar viele Referenten aus aller Welt nach Hannover kamen.

Professor Kallfelz hat große Pionierarbeiten für Patienten mit angeborenem Herzfehler geleistet: Er war der erste, der eine „Rashkind-Prozedur“ in Deutschland durchgeführt hat – eine Methode zur Sicherung des Überlebens bei Neugeborenen, deren Haupt- und Lungenschlagader am Herzen vertauscht sind. Ebenfalls führte er erstmals eine Ballondilatation bei der Herzfehlbildung „Fallotsche Tetralogie“ durch. Dabei wird die verengte Herzklappe zwischen rechter Herzkammer und Lungenarterie aufgedehnt, um die Sauerstoffsättigung zu verbessern. Professor Kallfelz baute unter anderem auch die erste deutsche interdisziplinäre pädiatrische Intensiveinheit auf. Er war langjähriger Vorsitzender in den wissenschaftlichen Beiräten des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler sowie der Deutschen Stiftung für Herzforschung. 2005 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement für die Deutsche Herzstiftung.

Darüber hinaus hat er wesentliche Impulse für die kompetente Versorgung Erwachsener mit angeborenen Herzfehlern gegeben und für die Gründung von „Zentren für Erwachsene Mit Angeborenen Herzfehlern“ (EMAH-Zentren).