Individuelle Herzmodelle aus MRT-Daten
Wissenschaftler des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben ein neues Verfahren entwickelt, welches es ermöglicht, dreidimensionale Modelle vom menschlichen Herzen aus MRT-Daten anzufertigen. Dieses präsentieren sie am 17.11.2006 von 9.30-13.30 Uhr auf der MEDICA in Düsseldorf am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mit Hilfe der Herzmodelle können besonders schwierige operative Eingriffe im Vorfeld besser geplant werden.
Basis für die Anfertigung der plastischen Herznachbildungen sind MRT- oder CT-Daten, die zunächst in eine 3D-Darstellung umgewandelt werden. Anhand dieser Daten können das Innenvolumen eines lebenden Herzens, der Herzmuskel und die Gefäßwände detailliert in einem Kunststoffmodell sichtbar gemacht werden. Das Modell erleichtert den Chirurgen während der Operation die Orientierung am offenen Herzen.
Die Herzmodelle kommen besonders bei komplexen angeborenen Herzfehlbildungen zum Einsatz. Es gibt sehr viele verschiedene angeborene Herzfehler und die Morphologie ist oft kompliziert und individuell sehr verschieden. Dadurch sind manche Korrekturoperationen schwierig zu planen, sodass die Chirurgen im Operationssaal manchmal unerwartete Situationen vorfinden. Moderne bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie helfen zwar dabei, den optimalen Operations- oder Interventionszeitpunkt zu bestimmen, liefern aber keine genaue räumliche Darstellung des Herzens.
Mit dem Projekt „RepliCardio“ ist dem Kompetenznetz und dem DKFZ eine Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung gelungen, die sich in der Praxis bewährt: Die Anfertigung von individuellen Herzmodellen lebender Patienten ist weltweit einzigartig.
Besuchen Sie uns am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in der Halle 3, E 92.
Programm der Kompetenznetze in der Medizin
Mittwoch, 15.11.2006, 14.00-18.00 Uhr
Kompetenznetz Vorhofflimmern
Neue Bildgebende Verfahren zur Visualisierung der Herzvorhöfe
Eine im Kompetenznetz Vorhofflimmern entwickelte Plattform ermöglicht die Rekonstruktion dreidimensionaler Bilder des Herzens und damit den Vergleich unterschiedlicher bildgebender Verfahren.
(Dr. Christian Knackstedt, Klinikum der TU Aachen)
Donnerstag, 16.11.2006, 9.30-13.30 Uhr
Kompetenznetz Schizophrenie
Schizophrenie – Blickwinkel auf eine oft falsch verstandene Krankheit
Was ist Schizophrenie? Welches Bild vermitteln die Medien? Mit dem „Computerbasierten Fragespiel“ bekommen Sie interessante Einblicke in die Welt eines an Schizophrenie erkrankten Menschen.
(Dr. Viktoria Toeller, Rheinische Kliniken Düsseldorf)
Donnerstag, 16.11.2006, 14.00-18.00 Uhr
Kompetenznetz Demenzen
Wie viel Vergesslichkeit ist noch gesund?
Können Sie sich neue Dinge merken, ohne sie aufzuschreiben? Geschichten nacherzählen, die Sie nur einmal gehört haben? Zahlenkolonnen vorwärts und rückwärts aufsagen? Trauen Sie sich, stellen Sie Ihre Lernfähigkeit unter Beweis! Wir sagen Ihnen wie!
(Dr. Brigitte Grass-Kapanke, Rheinische Kliniken Düsseldorf)
Freitag, 17.11.2006, 9.30-13.30 Uhr
Kompetenznetz Angeborene Herzfehler
Individuelle Herzmodelle aus MRT-Daten
Wissenschaftler des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler haben in Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) ein Verfahren entwickelt, das plastische Nachbildungen von Herzen anhand von Daten der Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht (Projekt „RepliCardio“). Die Anfertigung von individuellen Herzmodellen lebender Patienten ist weltweit einzigartig und ein wichtiger Schritt in die Zukunft.
(Sibylle Mottl-Link, Deutsches Krebsforschungszentrum)
Freitag, 17.11.2006, 14.00-18.00 Uhr
Kompetenznetz Parkinson
Tiefe Hirnstimulation: Verbesserung der Lebensqualität bei Parkinson-Patienten auch im fortgeschrittenen Stadium
Beim Morbus Parkinson geraten Zellen in tiefen Hirnstrukturen außer Takt. Zittern, Muskelkrämpfe, Muskelsteifigkeit und Bewegungsverlangsamung sind die Folge. Die Tiefe Hirnstimulation lindert diese Symptome deutlich und verbessert die Lebensqualität auch im fortgeschrittenen Stadium. Experten zeigen neueste Ergebnisse und beantworten Ihre Fragen.
(Prof. Dr. Alfons Schnitzler/Dr. Lars Wojtecki/Dr. Martin Südmeyer, Neurologische Klinik Universitätsklinikum Düsseldorf)
Mittwochvormittag/Samstag (15./18.11.2006)
Kompetenznetz Depression
Nur schlecht drauf? Oder schon depressiv?
Das Kompetenznetz Depression gibt verblüffende Antworten zum Thema Depression beim WissensQuiz und lädt zum Selbsttest ein.
Durchgehend am Stand: Spielen Sie mit! Suchen Sie den Weg aus dem Labyrinth Krankheit. Wählen Sie einen farbigen Ball aus dem Bällebad und testen Sie Ihre Geschicklichkeit. 10.000 Tischtennisbälle veranschaulichen die Häufigkeit verschiedener Krankheiten in der Bevölkerung.


