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Zukunft liegt in der translationalen Forschung

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In ihrer Neujahrsansprache betont Bundeskanzerin Angela Merkel, wie bedeutsam Bildung und Forschung für unser Land sind. Als Beispiel für eine herausragende Forschungsleistung nennt die Bundeskanzlerin die mitwachsenden Herzklappenprothesen, von denen insbesondere junge Menschen mit angeborenem Herzfehler profitieren. Aus Sicht der Patienten sind sie ein kleines medizinisches Wunder; aus Sicht der Forschung ein gelungenes Beispiel für translationale Forschung.

Translationale Projekte, die eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung schlagen, sind in der Praxis eine besondere Herausforderung. Das Kompetenznetz Angeborene Herzfehler hat in den vergangenen Jahren die Grundlagen für solche Forschungsprojekte gelegt, indem es nachhaltige Datensammlungen wie das Register und die Biobank geschaffen hat. In der translationalen Forschung liegt nun die Zukunft des Forschungsnetzes, so die Empfehlung des internationalen Gutachtergremiums, welches das Kompetenznetz im Dezember 2012 einer Bewertung unterzogen hat. Die Integration in das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) werde nun bis 2015 vorbereitet. Unter dem Dach des DZHK soll es zukünftig eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit geben.

„Wir begrüßen die zukünftige Kooperation mit dem DZHK sehr. Dadurch werden neue Synergien entstehen, von denen beide Seiten enorm profitieren“, ist sich der Sprecher des Netzwerkes Prof. Dr. Hashim Abdul-Khaliq sicher. Mehr denn je wird es dafür notwendig sein, dass interdisziplinäre Wissenschaftlerteams aus der Grundlagenforschung und der Klinik eng zusammenarbeiten. „Dafür möchten wir nun die organisatorischen Voraussetzungen schaffen“, erläutert Dr. Ulrike Bauer, Geschäftsführerin des Kompetenznetzes. Schon jetzt bringt sich das Kompetenznetz in den Programmgruppen des DZHK mit ein, in denen es um den Infrastrukturaufbau und einheitliche Standards für die vernetzte medizinische Forschung geht.