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Patienten mit Herzerkrankungen profitieren von internationaler Vernetzung und Auswertung von Bilddaten

75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim

Mannheim, Donnerstag, 16. April 2009 - Internationale wissenschaftliche Studien mit mehreren beteiligten Zentren erfordern innovative IT-Lösungen. Bisher wurden häufig für den Versand großvolumiger Bilddaten sensible Patienteninformationen auf CD/DVD gebrannt und dann per Post versendet. "Das ist zeitaufwändig, verhältnismäßig teuer und potenziell unsicher, weil Datenfehlleitung oder Datenverlust nicht ausgeschlossen werden können", so Prof. Dr. Titus Kühne (Berlin; Kompetenznetz Angeborene Herzfehler). "Unser technischer Ansatz ermöglicht es, durch Magnetresonanz-Tomografie, Computer-Tomografie oder Echokardiografie gewonnene große Bilddatenmengen in einen Computer hochzuladen und über das Internet zu versenden. Die versendeten Daten werden in einem zentralen Labor ausgewertet, speziell geschultes Personal bringt eine hohe Auswertequalität mit sich."

Letztlich werden die Bilddaten in einem zentralem PACS System archiviert. Jeder Nutzer hat per Internet Zugriff auf das Archiv. "Das System ist datenschutzkonform. Alle persönlichen Patientendaten werden für den Internetversand vom Bildmaterial entfernt, die Datensicherheit des Archivs ist ebenfalls streng reguliert", erklärt Prof. Kühne auf der 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), auf der in Mannheim zwischen 16. und 18. April 2009 mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet werden.

Technisch einfach, keine Investitionskosten erforderlich

Die Prozedur ist für den Anwender technisch einfach: Man benötigt bloß einen Internet-PC und ein Passwort, um sich auf einer Webseite anzumelden. Die Anschaffung spezieller Hard- oder Software ist nicht nötig, neue Teilnehmer können das System ohne Investitionskosten nutzen.
Im Kompetenznetz Angeborene Herzfehler wurde eine teleradiologische Plattform entwickelt und die Funktionsfähigkeit an mehr als 1.500 Patienten erprobt. Daten von über 16 Zentren können derzeit mit dem System im Rahmen von sechs großen multizentrischen Studien an ein zentrales Labor (MRT Core Lab) versendet werden.

Praktische Vorteile bei Informationsaustausch für Studien oder Befunde

Einige Vorteile des neuartigen Bild-Transfers: In der universitären Forschung wird die Kommunikation bei klinischen Multicenter-Studien erleichtert; Führt die Pharmaindustrie klinische Studien an mehreren Standorten durch, wird der häufig interkontinentale Versand von Studienmaterial vereinfacht; Niedergelassene Ärzte und periphere Krankenhäuser können die Bilddaten sehr einfach an spezialisierte Experten zur Befundung schicken.
Prof. Kühne: "Derzeit bestehen nationale Kooperationen mit 16 Zentren für Angeborene Herzfehler. Gegenwärtig werden internationale Kooperationen mit Zentren in den Golfstaaten und Süd-Ost Asien aufgebaut, und eine große multizentrische Studie mit Teilnehmern aus der EU und den USA ist in Vorbereitung."

Pressemitteilung Abdruck frei nur mit Quellenhinweis: Pressetext DGK 04/2009

Kontakt

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Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
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Tel.: 0211 / 600 692 - 61
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