Ist es nur eine harmlose Erkältung oder eine ernste Infektion?, iStockphoto.com | Wavebreakmedia © iStockphoto.com | Wavebreakmedia

Aktualisierte Patienteninformation

Coronavirus: Wie kann ich mich als Herzpatient schützen?

Wissenswertes zum Umgang mit Covid-19/SARS-CoV-2

Wichtiger Hinweis: Diese Patienteninformation wurde mit Datum vom 30. Juli 2020 aktualisiert.

Die Maßnahmen des „Lockdowns“ zur Verminderung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus scheinen gegriffen zu haben. Auf dem Weg hin zu einer „neuen Normalität“ wurden verschiedene Lockerungen umgesetzt. Ein Grund zur Entwarnung ist das jedoch nicht. Mit einem erneuten Anstieg der Infektionen ist jeder Zeit zu rechnen.

Auch unter den Bedingungen der schrittweisen Öffnung des öffentlichen Lebens durch Bund und Länder seit dem 6. Mai 2020 sind viele Eltern von Kindern mit angeborenen Herzfehlern sowie Erwachsene und Jugendliche mit angeborenen Herzfehlen verständlicherweise verunsichert. Nicht hilfreich sind hier sachlich und medizinisch unkorrekt weitergegebene Informationen sowie irreführende Fehlinformationen, die insbesondere auch in den sozialen Netzwerken in Umlauf sind. Das sagen die Experten:

Vorsicht ja, unbegründete Sorge oder Panik nein. Diese Empfehlung gilt nach wie vor.

Die Pandemie mit dem neuen Virus Covid-19/SARS-CoV-2 hat unseren Alltag verändert, mit erheblichen Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche. Vorrang hat es nach wie vor, eine schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern, um die optimale medizinische Versorgung insbesondere schwer erkrankter Patienten zu gewährleisten. Befolgen Sie daher bitte weiterhin unbedingt die aktuellen Anweisungen und Regeln der zuständigen Bundes- und Landesbehörden. Achten Sie bei allen außerhäuslichen Aktivitäten auch weiterhin auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern und der Hygieneregeln. Mehr dazu finden Sie unter „Jetzt wichtig zu wissen“ in dieser Empfehlung.

Was bis jetzt bekannt ist

Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Die Inkubationszeit beträgt vermutlich 14 Tage. Die Ansteckung erfolgt auch durch Erkrankte, die nur wenige oder gar keine Symptome haben. Das Virus wird vor allem über Sekrete der Atemwege übertragen. Die Infektion verursacht meist ähnliche Beschwerden wie eine leichte Erkältung oder ein grippaler Infekt. Zu den bislang festgestellten Symptomen zählen unter anderem Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen, Geschmacks- und Geruchsverlust. Der neue Erregerstamm Covid-19/SARS-CoV-2 gehört zu den Viren, die schwere Infektionen der Atemwege wie eine Lungenentzündung hervorrufen können. Nach neuesten Erkenntnissen kann das Virus aber auch andere Organe wie das Herz oder die Nieren betreffen und die Blutgerinnung stören. Das Vorliegen von Vorerkrankungen des Herzens und der Lunge wie z. B. eines angeborenen Herzfehlers mit Lungenbeteiligung stellt von daher im Fall einer Erkrankung grundsätzlich ein sehr hohes Risiko dar.

Milde Verläufe bei gesunden Kindern und Jugendlichen

Nach aktuellem Forschungs- und Erfahrungsstand zeigen sich insbesondere bei ansonsten gesunden Kindern und Jugendlichen bei einer Covid-19/SARS-CoV-2-Infektion nur leichte bis gar keine Krankheitssymptome. In dieser jungen Patientengruppe verläuft die Erkrankung zumeist sehr mild. Inzwischen vorliegende Veröffentlichungen von Studien mit mehreren tausend Kindern aus China und den USA sowie Erfahrungsberichte aus Frankreich, Spanien und England bestätigen das. Kinder und Jugendliche, die sich mit dem Virus infizieren, entwickeln nur selten eine Lungenentzündung (Pneumonie). In den meisten Fällen zeigen sich keine oder nur leichte Beschwerden wie Husten, Schnupfen oder eine Bronchitis.

Erhöhte Wachsamkeit, aber keine Panik

Der Besuch von Kita und Hort sowie die Teilnahme am Schulunterricht ist daher für Kinder und Jugendliche mit leichten angeborenen Herzfehlern die Teilnahme am Schulunterricht ausdrücklich anzuraten: Bei dieser jungen Patientengruppe überwiegen die bekannten positiven Effekte des sozialen Miteinanders und des gemeinsamen Lernens für Gesundheit und Wohlbefinden gegenüber möglichen geringen Effekten einer Infektion mit dem Corona-Virus.

Die bislang für schwerere Krankheitsverläufe vor allem bei Erwachsenen bekannten Risikofaktoren sind zum Beispiel chronische Herzerkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes, und Bluthochdruck. Zu der Frage, ob es sich bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern ähnlich verhält, gibt es bislang nur Fallberichte. Neben der Erforschung und Entwicklung geeigneter Arzneimittel und Impfstoffe laufen derzeit weiterhin weltweit die Bemühungen, das Krankheitsgeschehen auch bei Risikopatienten mit angeborenen und erworbenen Vorerkrankungen des Herzens und der Lunge genau zu beobachten, um die am besten geeigneten Vorbeugungs- und Therapiemaßnahmen ermitteln und vorantreiben zu können. Die Datenlage dazu ist noch unzureichend.

Bei allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit moderat bis schwer eingestuften angeborenen Herzfehlern ist daher bis auf weiteres erhöhte Wachsamkeit geboten wie bei anderen Infektionserkrankungen auch. Hier sollten der Schulbesuch sowie die Rückkehr an den Arbeitsplatz dringend zuvor mit dem behandelnden Kinderkardiologen bzw. EMAH-Kardiologen abgesprochen und notfalls alternative Lösungen gesucht und beantragt werden.

Risikogruppen

Anzunehmen ist, dass die Gruppe der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern, für die eine Coronavirus-Infektion mit einem hohen Risiko einhergeht, der Patientengruppe vergleichbar ist, für die eine Infektion etwa durch Influenza- und RS-Viren bzw. weitere Viren, die schwerwiegende Atemwegserkrankungen auslösen, bedrohlich werden kann. Zu dieser Risikogruppe gehören Säuglinge mit bislang nicht korrigierten Herzfehlern, Kinder und Erwachsene mit bedeutsam vermehrten oder vermindertem Lungenblutfluss sowie Kinder und Erwachsene mit  einer problematischen Fontan-Zirkulation, Herzinsuffizienz oder pulmonaler Hypertonie. Besonders erhöht ist das Risiko zudem bei Herz-Patienten, die mit einer angeborenen Immunschwäche zu tun haben (etwa bei vorliegender 22q11 oder Trisomie 21 ) oder die nach einer Herztransplantation oder Lungentransplantation Medikamente einnehmen müssen, die die Funktionen des Immunsystems vermindern, sowie bei Patienten ab einem Alter von 50 Jahren. Allerdings stehen Studien, die die genannten Risikogruppen auch in Bezug auf die Infektion mit Covid-19/SARS-CoV-2 bestätigen, noch aus.

Richtig vorbeugen, Impfschutz überprüfen, Verbreitung verlangsamen

Wir können den betroffenen Patienten, ihren Eltern und Angehörigen daher unverändert nur zur unbedingten Einhaltung der aktuellen Anweisungen der zuständigen Behörden und der Hygieneregeln raten. Risikopatienten empfehlen wir dabei dringend auch die Überprüfung ihres Impfschutzes gegen Grippe. Fälle von Corona- und Grippe-Infektionen wurden auch als Doppel-Infektion berichtet. Da zudem die Lungenentzündung die Hauptkomplikation darstellt, sollte bei Risiko-Patienten mit angeborenen Herzfehlern unbedingt auch der gegen Pneumokokken empfohlene Impfschutz überprüft werden, um etwa einer Doppel- oder Zweit-Infektion und den damit verbundenen Risiken sicher vorbeugen zu können.

Insgesamt gilt für alle Patienten mit angeborenen Herzfehlern wie für herzgesunde Menschen auch, sich nach Möglichkeit vor einer Infektion zu schützen. Dies dient vor allem dazu, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

  • Jetzt wichtig zu wissen

    Wichtige Maßnahmen zum Vorbeugen

    Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und vor einer zu raschen Ausbreitung sind folgende Maßnahmen wichtig:

    • Folgen Sie den aktuellen Anweisungen der zuständigen Landes- und Bundesbehörden zur Kontaktreduzierung, halten Sie sich möglichst wenig mit Personen anderer Haushalte in geschlossenen Räumen auf und beschränken Sie Ihre Kontakte auch weiterhin auf ein Minimum.
    • Halten Sie einen sozialen Abstandes von mindestens 1,5  bis 2 Metern ein.
    • Verzichten Sie grundsätzlich auf das Händeschütteln.
    • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
    • Waschen Sie sich mehrfach täglich gründlich die Hände mit Seife oder Händedesinfektion.
    • Verwenden Sie nur Papiertaschentücher und entsorgen Sie diese nach einmaligem Gebrauch sofort in den Müll.
    • Halten Sie die Hustenetikette ein: In die Armbeuge husten oder niesen.
    • Nutzen Sie bei eventuellen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen durch die zuständigen Behörden in bestimmten Situationen in der Öffentlichkeit (geschlossene Räume, öffentlicher Personennahverkehr, Geschäfte, Schulen, Arbeitsplatz) zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung oder einen Mund-Nasen-Schutz.
    • Verwenden Sie Desinfektionsmittel nach Kontakt mit Gegenständen, die von vielen anderen berührt werden (Türklinken, Geländer, Haltegriffe etc.).

    Fortlaufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus und Empfehlungen zum Umgang damit finden Sie auf den folgenden Seiten:

    Hier informiert in mehrere Sprachen das Bundesministeriums für Gesundheit.

    Hier finden Sie wichtige Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

    Lesen Sie hier die Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI).

    Lesen Sie hier die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und die Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung.

    Zu wichtigen sozialrechtlichen Fragen gibt der
    Bundesverband Herzkranke Kinder e. V. (BVHK) Auskunft.

     

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Häufig gestellte Fragen

  • Sollten mein Kind oder ich jetzt zum Arzt oder in eine Klinik gehen?

    Nehmen Sie bitte weiterhin Ihre Routineuntersuchungen wahr, um etwaigen Verschlechterungen Ihres Gesundheitszustandes rechtzeitig vorbeugen zu können. Bei Atem- und Herzbeschwerden, abnehmender Leistungsfähigkeit und Herzrhythmusstörungen, setzen Sie sich bitte unverzüglich telefonisch oder per E-Mail mit Ihrem Arzt, Kinderkardiologen oder EMAH-Kardiologen in Verbindung. Bitte setzen Sie verordnete Arzneimittel niemals eigenständig ab, sondern beraten Sie sich vorab immer mit Ihrem behandelnden Arzt dazu. Halten Sie auch bei allen weiteren Fragen zu Erkrankungen oder besonderen Risiken für Ihr herzkrankes Kind oder bei einem eigenen angeborenen Herzfehler grundsätzlich Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt, Kinderkardiologen oder EMAH-Kardiologen. Fahren Sie nicht ohne Vorankündigung in eine Arztpraxis, Klinik oder Klinikambulanz. Suchen Sie diese bitte nur nach telefonischer Voranmeldung und Rückversicherung zu einem bestätigten Termin auf. Und informieren Sie sich bitte auch über die jeweiligen Websites der Kliniken und Praxen zu aktuellen Hinweisen.

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  • Soll mein Kind mit einem angeborenen Herzfehler zu Hause bleiben?

    Nein. Grundsätzlich sind der Aufenthalt im Freien und der Kita- und Schulbesuch vor allem für Kinder mit leichten angeborenen Herzfehlern auch aus gesundheitlichen Gründen unbedingt zu empfehlen. Bei moderaten und bei schweren Herzfehlern dagegen sollte dringend Rücksprache mit dem behandelnden Kinderkardiologen gehalten werden. Hier müssen im Einzelfall das individuelle Risiko abgewogen und ggf. etwa eine alternative Beschulungsform in Betracht gezogen werden. 

    Zu entsprechenden sozialrechtlichen Fragen gibt u. a. der Bundesverband Herzkranke Kinder e. V. (BVHK) Auskunft.

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  • Soll ich zu Hause bleiben, um mich oder mein Kind nicht anzustecken?

    Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern gelten die oben genannten Überlegungen. Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern oder Eltern von Patienten mit angeborenen Herzfehlern, welche in medizinischen Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Schulen, oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten, in denen die Ansteckungsgefahr grundsätzlich erhöht ist, sollten dringend mit dem behandelnden EMAH-Kardiologen oder Kinderkardiologen Rücksprache halten und mit ihrem Arbeitgeber klären, ob der Infektionsschutz an der Arbeitsstelle ausreichend ist oder ob es Tätigkeits-Alternativen mit einen besseren Infektionsschutz gibt. Bei beruflichen Tätigkeiten in Bereichen, die mit (kurzen) Kontakten zu vielen Menschen verknüpft sind, etwa im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im öffentlichen Personennahverkehr, sollten unbedingt die empfohlenen Hygienemaßnahmen beachtet werden, um sich selbst oder das Familienmitglied mit erhöhtem Risiko zu schützen.

    Zu entsprechenden sozialrechtlichen Fragen gibt u. a. der Bundesverband Herzkranke Kinder e. V. (BVHK) Auskunft.

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  • Was muss ich tun bei begründetem Verdacht auf Ansteckung?

    Sollten Sie bei sich oder Ihrem Kind Krankheitszeichen feststellen und/oder, etwa durch den Kontakt zu Betroffenen, einen begründeten Verdacht auf eine Infektion haben, vermeiden Sie bitte den direkten Kontakt mit weiteren Personen und verzichten Sie auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder den Aufenthalt in Wartebereichen und Warteräumen. Fahren Sie bitte nicht ohne Vorankündigung in eine Praxis oder Klinikambulanz. Kontaktieren Sie Ihren Haus- oder Kinderarzt telefonisch. In vielen Städten und Kommunen sind mobile ärztliche Teams zur Durchführung der Tests im Einsatz. Abhängig vom klinischen Zustand sollten Patienten mit schweren und moderaten Herzfehlern bei begründetem Verdacht auf eine Corona-Infektion grundsätzlich auch dem Kinderkardiologen oder EMAH-Kardiologen vorgestellt werden.

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  • Ist das Tragen einer Mund-Nasenschutz-Maske in der Öffentlichkeit sinnvoll?

    Der wichtigste und nachweislich wirksamste Schutz vor einer Ansteckung ist die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln: mindestens 1,5 Meter Abstand, mehrfaches, gründliches Händewaschen, Einhalten der Husten- und Niesregeln sowie Selbst-Isolierung bei Erkrankung. Zusätzlich empfiehlt das Robert Koch Institut das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Nämlich dann, wenn mehrere Menschen in geschlossenem Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten (z. B. in der Schule oder am Arbeitsplatz) oder der Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann (z. B. in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln).

    Auf keinen Fall jedoch kann das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) die genannten Schutzmaßnahmen ersetzen. Die Maßnahme dient lediglich dem Fremdschutz. Sie verringert das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken und kann damit zu einer Verlangsamung der Ausbreitung des Virus beitragen. Dafür, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung oder ein MNS einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz), gibt es keine hinreichenden wissenschaftlichen Belege.

    Beim Tragen eines solchen Schutzes, kommt es zudem entscheidend auf die korrekte Handhabung an. Der Schutz muss korrekt über Mund und Nase sitzen (d.h. enganliegend getragen werden) und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Er darf während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) berührt und zurechtgezupft und auch nicht um den Hals getragen werden. Auch die richtige Pflege der Maske ist wichtig. Masken sollten nach einmaliger Nutzung möglichst bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Weitere wichtige Informationen zum richtigen Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz und zur Pflege finden sie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

    Lesen Sie bitte hier auch die vollständige Information des Robert Koch Instituts (RKI).

     

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  • Muss ich als Fontan-Patientin oder Fontan-Patient im Fall einer Erkrankung eine Beatmungstherapie fürchten?

    Bisher gibt es über Fallberichte hinaus noch keiner belastbaren Erkenntnisse zu der Frage, ob Fontan-Patienten bzw. Patienten mit einem schweren angeborenen Herzfehler und Lungenbeteiligung ein erhöhtes Risiko laufen, an einer Covid 19-Infektion zu erkranken. Es muss jedoch vermutet werden, dass sie im Fall einer Erkrankung einen schwereren Verlauf erleiden. Grundsätzlich ist bei einer schwer verlaufenden Covid 19-Infektion mit Lungenentzündung wie bei anderen Patienten auch eine Beatmungstherapie möglich. Diese sollte jedoch wegen ihrer Besonderheiten in Zentren mit entsprechender Erfahrung in der Behandlung von angeborenen Herzfehlern durchgeführt werden.

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Hotline

Über den Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter der Telefonnummer 116 117 erhalten Sie sowohl allgemeine Informationen als auch eine persönliche Beratung zum Coronavirus.

Wir halten Sie auf dem Laufenden

Sollten in den nächsten Tagen und Wochen neue Erkenntnisse einen veränderten Sachstand ergeben, so werden wir Sie umgehend dazu informieren. 

Der Vorstand des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler

Prof. Dr. med. Hashim Abdul-Khaliq
Vorstandsvorsitzender und Sprecher

Prof. Dr. med. Helmut Baumgartner
Stellv. Vorstandsvorsitzender

Prof. Dr. med. Christian Schlensak
Stellv. Vorstandsvorsitzender

Geschäftsführung
Dr. med. Ulrike Bauer

 


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