Herzbotschafter

„Ein Wunder für Levi!“

Levi beim Hockeyspiel © Nationales Register | privat

Levi
Mitglied im Herzregister

Meine Schwangerschaft verlief völlig komplikationslos. Nichts deutete daraufhin, dass etwas nicht stimmte.

Die Wende kam mit der Geburt. Levi wurde sofort von uns getrennt. Ein paar Stunden später erfuhren wir, was los war. Unsere Entscheidung, das Kind in einem Krankenhaus mit intensivmedizinischer Abteilung zur Welt zu bringen, hatte unserem Sohn offenkundig das Leben gerettet: Levi hatte eine Transposition der großen Arterien und ein offenes Foramen ovale. Mir war zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß einer solchen Diagnose nicht klar. Mein Mann jedoch, selbst von Beruf Arzt, kommentierte das mit einem Gesichtsausdruck, den ich vorher noch nie bei ihm gesehen hatte.

Für Levi hatte die Medizin das erhoffte Wunder vollbracht.

An seinem fünften Lebenstag bereits konnten die Kinderherzchirurgen Levis Herzfehler korrigieren, in einer elfstündigen Switch-Operation. Es gab Komplikationen: Levi trug eine postoperative Sepsis und eine rechtsseitige Zwerchfelllähmung davon. Zweieinhalb Monate später war alles überstanden und wir konnten das Klinikum verlassen. Für Levi hatte die Medizin das erhoffte Wunder vollbracht. 

Die Ärzte freuen sich jedes Jahr aufs Neue mit uns über das hervorragende Operationsergebnis.

Das liegt jetzt neun Jahre zurück. Die Ärzte freuen sich jedes Jahr aufs Neue mit uns über das hervorragende Operationsergebnis: „Quasi herzgesund“ sei unser Sohn. Levi wächst ohne Einschränkungen auf. Uns Eltern ist es wichtig, keine „große Sache“ aus seinem Herzfehler zu machen. Wir möchten, dass Levi möglichst so „normal“ aufwächst wie sein herzgesunder jüngerer Bruder auch.

Der Sport und seine Mannschaft schenken ihm Selbstbewusstsein und Lebensfreude.

Levi liebt Sport in jeder Form, besonders Hockey und Fußball. Seit seinem 5. Lebensjahr trainiert er zweimal in der Woche im Verein Feld- und Hallenhockey. An vielen Wochenenden sind wir gemeinsam zu Turnieren und Spieltagen unterwegs. Ich denke, der Sport und seine Mannschaft schenken ihm viel Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Oder in Levis Worten: „Mama, am glücklichsten bin ich beim Sport“.

Das verdanken wir der Forschung.

Auf der Kinderherz-(Intensiv)Station haben wir viele Kinder kennengelernt. Nicht allen ist es so gut ergangen wie Levi. Wenn wir unsere Geschichte erzählen, bekommen wir oft zu hören, was so ein Herzfehler doch für ein Unglück sei. Wir erleben das ganz anders. Wir hatten das große Glück, dass Levis komplizierter Herzfehler so rasch erkannt und so gut behandelt werden konnte. Das verdanken wir dem Kinderkardiologie-Team und der medizinischen Forschung. Darum unterstützen wir das Herzregister.

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